Das Thema: Hohe Verfügbarkeit und Datensicherheit mit TYPO3 auf Linux Systemen basierend auf (zumeist) OSS
Zusammenfassung: Der Vortragende hat anhand von DRBD und DRBD+ die Bedeutung von redundanter Datensicherung hervorgehoben.
DRBD, für das er offensichtlich Experte ist, ist bei ihm seit 5 Jahren im Einsatz. DRBD bedeutet vereinfacht gesagt eine Datenreplikation auf Blockebene, und liegt somit eine Ebene tiefer als das Filesystem. Leider konnte er aber einige Anwesende (wie auch mich) nicht vom Nutzen seiner Lösung überzeugen. Auf die Frage, was der Vorteil zum bekannten fam_mirror (auf dem FAM server, einem Dateiänderungsüberwachungsdämon basierend) wäre. Ausser natürlich, dass der FAM_server das Dateisystem überwacht, und damit nicht auf Blockebene arbeitet.
Offtopic: Der Autor, hat, wohl aufgrund von Nervosität, etwas stockend vorgetragen, mit der eigentümlichen Schweizer Färbung. Daher etwas anstrengend.
Nightly review: Offensichtlich gab es aufgrund der Sprachbarriere leider einige Missverständnisse! Nach einem abendlichen Gespräch mit dem Vortragenden (siehe Foto), war einiges klarer. Sein vorgeschlagener Lösungsansatz mit DRBD erlaubt es das gesamte Filesystem auf Blockebene
a.) Synchron auf ein "Hot Standby" System zu spiegeln.
b.) Gleichzeitig eine asynchrone Sicherung auf ein geographisch entferntes Ausfallsystem zu replizieren.
Wobei für Punkt a.) lizenzkostenfreie Software ausreicht, für Punkt b.) allerdings DRBD+ notwendig wäre, das im Moment ca. € 4000,- pro Jahr kostet.
Der große Vorteil der Lösung liegt darin, dass auch die Datenbanken gleich mit gesichert werden können, da es ja eine blockweise Replizierung ist.
Resümee: Der Vortrag hätte aufgrund des Wissens und des Erfahrungsschatzes des Autors viel interessanter sein können. Ein weiteres Gespräch (hauptsächlich über die verschiedenen Filesysteme, ext2, ext3, reiserfs, jfs, xfs) nach dem offiziellen Ende der Konferenz hat das nochmals gezeigt.